Mit den letzten vier erfolgreichen Einsätzen am Samerberg und in Kleinholzhausen ist für die KitzDrohne Inntal e.V. eine intensive, aber überaus erfolgreiche Rehkitz-Rettungssaison zu Ende gegangen. Hinter den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern liegen Wochen voller frühmorgendlicher Einsätze – doch dieses Jahr war alles anders.
Der Neustart: Innovation gegen den Burnout
Nachdem die körperliche und organisatorische Belastung für die Piloten, Helfer und Koordinatoren in der Saison 2025 an ihre Grenzen gestoßen war, zog der Vereinsvorstand die Reißleine. Um das Ehrenamt zukunftsfähig und gesund zu gestalten, stellte sich der Verein für die Saison 2026 digital komplett neu auf.
Die Lösung lag in einer technologischen Meisterleistung: Durch die Einführung der sogenannten „POI Cloud“ von thermal Drones und die Entwicklung einer vereinseigenen App zur Team-Einsatzplanung, das „KDI Portal“, wurde die gesamte Organisation revolutioniert. Das Besondere daran: Die App wurde von den vereinseigenen Programmierern in einer Rekordzeit von nur vier Monaten komplett in Eigenregie entwickelt und pünktlich zum Saisonstart live gebracht.
Sensationelle Zahlen und überregionaler Erfolg
Die Aktiven des Vereins nahmen die Neuerungen begeistert an. Auch das Team der Helfer, die Einsätze koordinieren und Landwirte, Jäger und Helfer am Telefon unterstützen, ist gewachsen.
Während der Saison gingen über 9.800 Verfügbarkeitsmeldungen unserer Helfer ein, die in 838 Fällen zur Einteilung zum Einsatz geführt haben. So gelang es dank der neuen Software, die anspruchsvolle Arbeit auf deutlich mehr Schultern zu verteilen und den Stress für jeden Einzelnen massiv zu senken. Das Ergebnis spricht für sich: Bei deutlich entspannterer Arbeitsatmosphäre konnte die KitzDrohne Inntal ihre Einsatzzahlen um sensationelle 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr steigern.
Die Bilanz der Saison ist beeindruckend:
- 53 Einsatztage mit insgesamt 100 Helfern abgeleistet.
- 4 hochmoderne Drohnen waren im Dauereinsatz.
- Über 1.200 Wiesen wurden vor der Mahd abgeflogen.
- Eine Gesamtfläche von über 2.200 Hektar wurde lückenlos abgesucht.
- Zahlreiche Rehkitze und andere Wildtiere konnten so vor dem sicheren Tod durch das Mähwerk bewahrt werden.
Unsere mittlerweile 100 Helfer konnten so eingeplant werden, dass Fahrgemeinschaften gebildet werden konnten und viele haben ihre Verfügbarkeiten so koordiniert, dass sie gezielt gemeinsam eingeteilt wurden. Da die Bergeteams nur die Wiesen anfahren, in denen Kitze vermutet werden, blieb auch die Zeit, sich bei einem Bäcker auf ein kleines Frühstück zu treffen oder den Sonnenaufgang zu genießen - Rehkitzrettung soll schließlich auch Spaß machen.
Ein Leuchtturmprojekt für ganz Deutschland
Das selbst entwickelte „KDI Portal“ hat in der Szene der Rehkitz-Retter für Aufsehen gesorgt. Bundesweit haben bereits andere Rettungsvereine großes Interesse angemeldet, unsere innovative Software künftig für ihre eigene Einsatzplanung zu nutzen. Der Verein hat sich damit in kürzester Zeit zu einem überregional bekannten Pionier der digitalen Wildtierrettung entwickelt.
Wir bedanken uns herzlich bei allen Landwirten, Jägern und natürlich den unermüdlichen ehrenamtlichen Helfern, ohne deren Vertrauen und Einsatz dieser Erfolg nicht möglich gewesen wäre.
Eine Kontaktaufnahme mit uns ist jederzeit möglich unter der Telefonnummer
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Und wenn Du wissen möchtest, wie viele Kitze wir retten, dann mach doch einfach bei uns mit, wir freuen uns auf Dich.
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